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Pax Art Awards 2020

Pax Art Awards 2020
Die Preisträger:innen mit Sabine Himmelsbach und Nicolas Bopp bei der Pax Art Awards Verleihung 2020, Foto: Ivana Kresic

Während der «Basler Kunsttage» im September 2020 wurden zum dritten Mal die Pax Art Awards verliehen. Mit den wegweisenden Preisen für digitale Kunst ehrt und fördert die Art Foundation Pax in Zusammenarbeit mit dem HEK (Haus der Elektronischen Künste), medienspezifische Praktiken Schweizer Künstler:innen, deren Werke Medientechnologien nutzen, beziehungsweise deren Auswirkungen reflektieren. Die Preise gingen an das Basler Künstlerduo Studer/van den Berg sowie die Künstlerinnen Simone C Niquille und Maria Guta.

Die Art Foundation Pax ist eine unabhängige Stiftung zur Förderung der digitalen und medienbasierten Kunst der Schweiz und wird finanziell unterstützt von Pax. Als eine der Stiftungsaktivitäten werden die Kunstpreise Pax Art Awards im HEK vergeben.

Die Jury, bestehend aus Mónica Bello (Head of Arts at CERN, Genf), Sabine Himmelsbach (Direktorin HeK), Luc Meier (Direktor La Becque Résidence d’artistes, La Tour-de-Peilz) und Carmen Weisskopf (Teil des Künstlerduos !Mediengruppe Bitnik und Preisträgerin der Pax Art Awards 2018) ehrt 2020 das Künstlerduo Studer/van den Berg (Monica Studer und Christoph van den Berg) für ihre avancierte und langjährige Arbeit im Feld der Medienkunst mit einem Preis in Höhe von CHF 30'000. Die Künstler erhalten CHF 15'000 als Preisgeld und Produktionsunterstützung einer neuen Arbeit. Weitere CHF 15'000 dienen dem Erwerb eines Werks für die Sammlung der Art Foundation Pax. Zwei weitere Preise werden an junge aufstrebende Medienkünstlerinnen vergeben. Jeweils CHF 15'000 inkl. Preisgeld und Ankauf erhalten die Schweizer Künstlerin Simone C Niquille sowie die Künstlerin Maria Guta, die in Neuchatel lebt.

Beisitz und Stimmrecht haben ebenfalls die Stiftungsräte der Art Foundation Pax:
Nicolas C. Bopp, Präsident Stiftungsrat Art Foundation Pax, Basel
Fausto De Lorenzo, De Lorenzo Art and Museum Management & Consulting GmbH, Basel

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Studer / van den Berg

Studer van Den Berg

Die Jury der Pax Art Awards 2020 zeichnet Monica Studer (1960 in Zürich) und Christoph van den Berg (1962 in Basel) für ihr breites Schaffen der letzten Jahrzehnte aus, das sich stets durch die einzigartige Nutzung von digitalen Werkzeugen ausgezeichnet hat. Mithilfe von Game-Engines, Computer-Renderings, digitalen Echtzeit-Umgebungen, internetbasierten Räumen, interaktiven Installationen, VR-Anwendungen und künstlicher Intelligenz entwerfen, kreieren und konstruieren die Künstler Mixed-Media-Setups für digitale Utopien. Diese Szenarien ermöglichen es den Betrachter*innen, ungewöhnlich ausgestattete virtuelle Umgebungen zu betreten, und laden ein, sich in diesen hybriden Räumen wiederzufinden.

http://www.studervandenberg.ch/

Maria Guta

Maria Guta
Bild: Ladina Bischof

Die Jury der Pax Art Awards freut sich, Maria Guta (1983 in Rumänien) mit einem von zwei Pax Art Awards für eine aufstrebende Stimme in der Medienkunstszene der Schweiz auszuzeichnen. Im Zentrum der Arbeit von Guta stehen Mechanismen der Selbstdarstellung. Sie platziert sich sowohl hinter als auch vor der Kamera und konstruiert und kuratiert fortwährend alternative Cyber-Identitäten. In ihren Arbeiten lotet Guta die Möglichkeiten und Grenzen von Fotografie, Performance, Installation, sozialen Medien und immersiven digitalen Werkzeugen aus.

https://mariaguta.com/

Simone C Niquille

Simone C Niquille

Ein weiterer Preis für aufstrebende Talente im Bereich Medienkunst vergibt die Jury an die Schweizer Künstlerin Simone C. Niquille (1987 in Zug). Ihre Arbeit entfaltet sich wie eine spielerisch-kritische Auseinandersetzung mit den digitalen Werkzeugen, die unsere physische Welt zunehmend prägen, und den Annahmen, Vorurteilen und anderen Abstraktionen, die in die Datensätze einfliessen, die das Funktionieren dieser Werkzeuge ermöglichen. Niquille untersucht, wie sie es ausdrückt, «die Digitalisierung der Biomasse» – das heisst den zunehmenden Einfluss des Digitalen auf unser räumliches Sein und unser körperliches Selbst.

http://technofle.sh/