TechBrunch: Vibe Coding mit Sarah Friend
Was passiert, wenn aus einer Beschreibung plötzlich Software wird? Gemeinsam mit der Künstlerin und Softwareentwicklerin Sarah Friend experimentierst Du mit Vibe Coding und findest heraus, was sich mit KI gestalten lässt und wo sie an ihre Grenzen stösst.
Kein Programmieren, nur Vibes? Vibe Coding verspricht, Ideen allein über Sprache in Software zu verwandeln. Eine Beschreibung genügt, die KI übernimmt den Code. Zumindest lautet so das Versprechen.
Im Rahmenprogramm der Ausstellung Neue Rituale [für das Ende der Welt] erkunden wir neue Formen des Programmierens mit KI. Prompten, generieren, testen, korrigieren und nochmals versuchen: Aus diesen Schritten entsteht ein neuer Austausch zwischen Mensch und Computer. Mit Gipfeli und einer Tasse Kaffee oder Tee schauen wir, was passiert, wenn sich Coding plötzlich mehr wie ein Gespräch anfühlt.
Hinter der scheinbaren Leichtigkeit von Vibe Coding zeichnet sich jedoch ein grösserer Wandel ab. Software lässt sich schneller entwickeln und wird für mehr Menschen zugänglich. Doch was bedeutet das für die Rolle von Entwickler:innen? In ihrem aktuellen Essay Death of a Software Developer untersucht Sarah Friend, wie KI technische Arbeit, den Zugang zur Softwareentwicklung und unser Verständnis von Fachwissen verändert. Gemeinsam betrachten wir diese Entwicklung offen und kritisch zugleich. Wir testen, was Vibe Coding ermöglicht, wo seine Grenzen liegen und was hinter der Oberfläche verborgen bleibt.
Die Künstlerin und Softwareentwicklerin Sarah Friend führt durch den Workshop. Gemeinsam experimentieren wir mit KI-basierten Coding-Tools und entwickeln aus eigenen Ideen kleine digitale Prototypen. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sarah Friend ist Künstlerin, Forscherin und Softwareentwicklerin aus Kanada und lebt in Berlin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Games, Ökonomie, dem Selbst und neuen Technologien. Sie unterrichtete an Hochschulen und in unabhängigen Lernräumen, darunter HEAD Genève, Rupert in Vilnius, La Plateforme in Marseille, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Gray Area in San Francisco und The Cooper Union in New York, wo sie 2022 als Gastprofessorin tätig war.