Does an AI God Have an Ass? Lecture Performance von Zach Blas
Im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung Neue Rituale [für das Ende der Welt] im HEK präsentiert Zach Blas eine Lecture Performance in Zusammenarbeit mit dem Critical Media Lab der HGK.
In seiner Lecture Performance Does an AI God Have an Ass? untersucht Zach Blas die religiösen Fantasien, die sich rund um künstliche Intelligenz gebildet haben. Ausgehend von Michelangelos Darstellung von Gottes Hinterteil in der Sixtinischen Kapelle verbindet Blas kunsthistorische Bildwelten mit gegenwärtigen Vorstellungen von KI als gottähnlicher Kraft.
Im Zentrum steht die Figur Salb Hacz, ein KI-Mystiker und selbsternannter KI-Häretiker. Durch seine Visionen von Körpern, Rückseiten und unsichtbaren Rissen fragt die Lecture Performance danach, was in den Heilsversprechen der Tech-Industrie verdrängt wird. Blas zeigt, wie KI in Silicon Valley häufig als körperlose, fast göttliche Intelligenz imaginiert wird, während die realen Körper, Arbeitsbedingungen und unsichtbaren Arbeiter:innen hinter diesen Systemen ausgeblendet bleiben.
Does an AI God Have an Ass? ist Teil von Blas’ Serie Silicon Traces, die sich mit den Geschichten, Philosophien, Fiktionen und Zukunftsvisionen von Silicon Valley auseinandersetzt. Die Arbeit legt offen, wie eng technologische Versprechen, religiöse Bilder und Machtfantasien miteinander verbunden sind.
Die Lecture Performance wird im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung Neue Rituale [für das Ende der Welt] im HEK präsentiert, in Zusammenarbeit mit dem Critical Media Lab der HGK.
Zach Blas (*1981 in Point Pleasant, West Virginia, USA) ist Künstler, Autor und Filmemacher. In seiner Praxis setzt er sich mit Technologien, den Industrien dahinter und ihren Machtstrukturen auseinander. Seine Arbeiten verbinden kritische Forschung, technisches Experimentieren und spekulative Konzeptentwicklung und umfassen Installationen, Bewegtbild, Skulptur, Lecture Performances, Publikationen und webbasierte Medien.